Die Konjunktur im Überblick
(letzte Aktualisierung im Februar 2026)
Das reale BIP des Wallis ist auch im Jahr 2025 gewachsen. Die Ausweitung war aber mit 0.8 % verhaltener als in der Schweiz (CH 2025: 1.4 % bereinigt um Sportgrossereignisse) und in den anderen Gebirgskantonen (2025: 1.0 %).
Für das laufende Jahr prognostiziert BAK Economics einen soliden und überdurchschnittlichen Zuwachs der Walliser Wirtschaft von 1.3 % (2026: CH: 0.9 % bereinigt um Sportgrossevents und Bergkantone: 0.6 %).
Die Arbeitslosigkeit betrug im 4. Quartal 2025 saisonbereinigt 3.3 %. Die Inflationsrate war im Dezember 2025 mit 0.1 % niedrig.
BIP Wachstum, real (jährliche Veränderung in %)
Quelle : BAK Economics
Beschäftigte (VZE, jährliche Veränderung in %)
Quelle : BAK Economics
Wertschöpfung nach Sektoren
(letzte Aktualisierung im Februar 2026)
Die chemisch-pharmazeutischen Industrie ist auch im Jahr 2026 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 4.7 % ein Wachstumstreiber. Zudem befindet sich die Bauwirtschaft im Aufschwung, so dass für das laufende Jahr 2026 mit einer soliden Wachstumsrate von 2.7 % zu rechnen ist. Die Abschaffung des Eigenmietwerts führt zu Vorzieheffekte bei den Renovierungsinvestitionen. Bei der Investitionsgüternachfrage ist aufgrund der weiterhin schwachen globalen Nachfrage und der weltpolitischen Unsicherheiten keine Erholung in Sicht. Auch im laufenden wie bereits im letzten Jahr ist mit einem deutlichen Rückgang der Wertschöpfung in der Investitionsgüterindustrie zu rechnen. Der Finanzsektor entwickelt sich 2026 weiterhin positiv mit einer Wachstumsrate von 1.3 % pro Jahr.
Branchenwertschöpfung, Wallis (jährliche Veränderung in %)
Quelle : BAK Economics
Tourismus
(letzte Aktualisierung: Juni 2025)
Rückblick Wintersaison 2024/25
Die Logiernächte in der Wintersaison 2024/25 entsprachen in etwa denjenigen der Vorperiode (+0.2%). Die Übernachtungen der inländischen Gäste haben ausgehend von einem hohen Niveau im Vergleich zur Vorperiode um 3.5% abgenommen. Die ausländischen Gäste hingegen kamen zahlreicher. Die Zahl der Logiernächte der ausländischen Besucher lag 5.2 Prozent höher als in der Vorjahresperiode.
Ausblick Sommersaison 2025
Für den Sommer 2025 wird davon ausgegangen, dass die Übernachtungen der ausländischen Gäste vor allem aus den USA weiter zunehmen werden. Die inländische Nachfrage wird hoch bleiben, aber keine Wachstumsimpulse liefern. Aufgrund veränderter Reisegewohnheiten und einer restriktiven Visapolitik wird sich die Zahl der Touristen aus China weniger dynamisch entwickeln. Zahlreiche Grossveranstaltungen wie die Fussball-EM der Frauen fördern den Tourismus in der Schweiz. In Wallis finden zudem Events wie die UCI Mountain Bike Weltmeisterschaften statt, die Gäste ins Wallis locken. Für positive Aussichten im Sommer ist günstiges Wetter entscheidend. Die Folgen der US-Zollpolitik zeigen sich im Sommer 25 noch wenig. Viele Reisen wurden bereits gebucht und die Auswirkungen sind bisher kaum bei den Konsumenten angekommen.
Nach Branche und Markt
Die Aussichten im Gastgewerbe sind positiv, wenn auch nach dem Ende der Erholungsphase nach der Pandemie, die Wachstumsraten nur mehr moderat sind. Für 2025 wird ein Wertschöpfungswachstum von 1.9 Prozent (CH: 1.7%) im Gastgewerbe des Wallis erwartet. Für die Beschäftigung ist ein leichter Zuwachs von 0.3 Prozent für das Jahr 2025 (CH: 0.4%) prognostiziert.
Im Vergleich zum Vorjahr war 2024 ein deutlicher Rückgang des heimischen Tourismus zu erkennen (-4.2%). Im Gegensatz dazu stiegen die ausländischen Übernachtungszahlen um 3 Prozent. Es kamen mehr Touristen aus Nordamerika (10.5%) und dort vor allem aus den Vereinigten Staaten (11%). Die Übernachtungszahlen aus Asien nahmen ebenfalls um 10% zu, insbesondere aus Japan (+51.8%) und China (+25.5%). Hingegen veränderten sich die Übernachtungszahlen der westeuropäischen Gäste kaum (-0.3%). Die schlechte konjunkturelle Lage in Deutschland zeigt sich auch in den Logiernächten, die im Vergleich zum Vorjahr um 5.2 Prozent gesunken sind.
Exporte
(letzte Aktualisierung : Oktober 2025)
Hauptmärkte für das Wallis

Im ersten Halbjahr 2025 war Deutschland mit 21 Prozent der wichtigste Exportmarkt des Kantons Wallis, gefolgt von den USA (19%). Ein seit August geltender US-Zusatzzoll von 39 Prozent (Ausnahmen: Pharma, gewisse Goldprodukte) belastet zwar die Wettbewerbsfähigkeit, dennoch sanken die Walliser Exporte in die USA bislang nur moderat um 4.4 Prozent. Im Gegensatz dazu führte die Wirtschaftsschwäche Deutschlands zu einem deutlich stärkeren Rückgang der Exporte nach Deutschland (-9.6%). Der starke Franken belastet zusätzlich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure.
Trotzdem konnten andere Zielmärkte zulegen: Positiv wirkte das Wachstum der Ausfuhren nach Frankreich (+9.8%), in die restliche Eurozone (+4.6%), das übrige Europa (+10%) sowie die starken Zuwächse in China (+38.2%) und Südamerika (+33.7%). Insgesamt gehen fast 55 Prozent der Walliser Exporte nach Europa; nur Italien verzeichnete ein spürbares Minus (-12.2%).
Walliser Exportsektoren

Im ersten Halbjahr 2025 sanken die Walliser Exporte um 3.6 Prozent. Gesamtschweizerisch stiegen die Exporte um 8.2 Prozent, vor allem durch vorgezogene Pharmaexporte zur Umgehung potenzieller US-Zölle. Dies spiegelt sich im kräftigen Zuwachs der Kategorie «Übrige chemische Endprodukte» wider, zu der auch Pharma gehört.
Die Kategorie «Land- und forstwirtschaftliche Produkte» erzielte mit 46.6 Prozent den deutlichsten Exportanstieg (CH: +3.9%). Bei der Walliser MEM-Industrie konnte sich gut halte. Es gab Zuwächse in «Industriemaschinen» (+10.7%, CH: -5.3%), «Rest Maschinen, Apparate, Elektronik» (+23.2%, CH: +2.7%) und «Übrige Metalle und Metallwaren» (+9.5%, CH: -4.6%). Den stärksten Rückgang verzeichnete die Kategorie «Fahrzeuge» (-58.1%), während bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten nur die «Agrochemischen Erzeugnisse» (+7.2%, CH: 3.5%) zulegen konnten; andere Gruppen wie «Chemische Rohstoffe, Grundstoffe» (-12.9%, CH: -19.0%) und «Übrige chemische Endprodukte» (-11.0%, CH: +24.0%) waren rückläufig.
Insolvenz und Unternehmensgründung
(letzte Aktualisierung: Juli 2025)
neue Privatkonkurse wurden im ersten Quartal 2025 im Wallis angemeldet (CH: 2’419). Der Durchschnitt in der Schweiz lag bei 93 Firmenkonkursen pro Kanton.
neue Handelsregistereinträge gab es im ersten Quartal 2025 im Wallis (CH: 13’980). Der Durchschnitt in der Schweiz lag bei rund 538 Einträgen pro Kanton.
neue Firmenkonkurse wurden im ersten Quartal 2025 im Wallis angemeldet (CH: 2’868). Der Durchschnitt in der Schweiz lag bei 110 Firmenkonkursen pro Kanton.
Arbeitsmarkt
(letzte Aktualisierung im Februar 2026)
Die saisonbereinigte Arbeitslosenrate ist im Wallis im Jahr 2025 von 2.9 % im Januar auf 3.3 % im Dezember gestiegen. Die Zahl der Stellensuchenden betrug im 4. Quartal 9'803 und war damit sainsonbereinigt um 14.1 % höher als in der Vorjahresperiode. Allerdings hat sich auch die Zahl der offenen Stellen (1'365) erhöht. Insgesamt war die Arbeitslosenquote im Wallis wähend des gesamten Jahres 2025 durchweg um etwa 0.3 Prozentpunkte höher als in der Gesamtschweiz. Sie hat sich zwischen Januar und Dezember um 0.4 Prozentpunkte erhöht und damit leicht stärker als der Schweizer Durchschnitt (0.3 Prozentpunkte).
Die Arbeitslosenquote dürfte schweizweit gemäss BAK-Prognose bis Jahresende 2026 auf 3.3 % steigen, während der Beschäftigungszuwachs schwach bleibt (2026: +0.2 %). Auch im Wallis wird nur von einer schwachen Ausweitung der Beschäftigung ausgegangen (2026: 0.3 %).
Arbeitslosenquote in %
Quelle : seco, BAK Economics, saisonbereinigt
Zahl der Arbeitslosen im Wallis
Quelle : seco, BAK Economics ; nicht saisonbereinigt






