Die Vereinigten Staaten wenden seit dem 10. Dezember 2025 rückwirkend zum 14. November 2025 eine neue Regelung mit reduzierten Zöllen für Importe aus der Schweiz und Liechtenstein an.
Was ändert sich?
Die bisher erhobenen zusätzlichen Zölle – die bis zu 39 % betragen konnten – sind nun auf einen Mindestwert von 15 % («All-in-Rate») begrenzt. Diese Änderung geht auf eine Absichtserklärung zurück, die am 14. November 2025 zwischen den drei Ländern unterzeichnet wurde.
Bestimmte Kategorien bleiben weiterhin ausgenommen, darunter:
- Arzneimittel
- bestimmte chemische Erzeugnisse,
- Gold,
- Kaffee.
Die Vereinigten Staaten heben auch die zusätzlichen Zölle auf andere Produkte auf, darunter:
- Flugzeuge und Flugzeugteile,
- bestimmte Gummiprodukte,
- Kosmetika
- Generika.
Die vollständige Liste soll in Kürze im Federal Register veröffentlicht werden.
Was sich nicht ändert
Produkte, für die bereits vor dem 2. April 2025 Zölle von mehr als 15 % galten, werden weiterhin zu den alten Sätzen besteuert.
Die sektoralen Zölle gemäß Abschnitt 232 (Stahl, Aluminium, Automobile, Kupfer) bleiben unverändert.
Für laufende Untersuchungen (Pharmazeutika und Halbleiter) werden eventuelle Zölle ebenfalls auf 15 % begrenzt.
Rückerstattung möglich
Unternehmen, die zu hohe Zölle gezahlt haben, können über das ACH Refund Process der U.S. Customs and Border Protection eine Rückerstattung beantragen.
Verbesserter Zugang zum US-Markt
Diese erhebliche Senkung der Zölle dürfte die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aus der Schweiz und Liechtenstein verbessern, die nun wieder ähnliche Bedingungen wie die europäischen Exporteure und andere Wirtschaftspartner der Vereinigten Staaten vorfinden.
Weitere Informationen finden Sie im Artikel unseres Partners S-GE: https://www.s-ge.com/fr/article/actualites/2025-e-usa-ct10-abaissement-droits-de-douane-additionnels