Für Unternehmen, die das ATA-Carnet nutzen, steht ein weiterer wichtiger Schritt bevor: Ab dem 1. Juni 2026 wird das eATA-System (elektronisches ATA-Carnet) in der Schweiz, der Europäischen Union, Norwegen und Grossbritannien offiziell eingeführt.
Dieser Übergang markiert den Beginn einer „produktiven“ Betriebsphase des digitalen Frachtbriefs, wobei Zollabfertigungen nun in elektronischer Form rechtsgültig sind. Insgesamt gehören 30 Zielorte zu den ersten Gebieten, die dieses neue System einführen werden.
Ein Nebeneinander von gedruckter und digitaler Version
Auch wenn das ATA-Carnet nun digitalisiert wird, wird die Papierversion vorerst weiterhin dringend empfohlen. Die Schweizer Handelskammern raten den Unternehmen, weiterhin ein gedrucktes Carnet mitzuführen, um mögliche Verzögerungen an den Grenzen zu vermeiden, falls es zu technischen Problemen oder Schwierigkeiten beim Zugriff der Zollbehörden auf das eATA-System kommen sollte.
Konkret :
- Die bis zum 31. Mai 2026 ausgestellten Hefte bleiben ausschließlich in Papierform gültig.
- Reiseformulare, die ab dem 1. Juni 2026 ausgestellt werden, müssen in Ländern, die über das eATA-System verfügen, in digitaler Form verwendet werden. In den übrigen Ländern werden die Formalitäten weiterhin in Papierform erledigt.
Was sich für Unternehmen ändert
Die Funktionsweise des ATA-Carnets entwickelt sich schrittweise weiter:
- Die Nutzer müssen ein eATA-Konto erstellen;
- ihr elektronisches Tagebuch in die entsprechende App hochladen;
- ihre digitalen Zollanmeldungen auszufüllen und zu übermitteln;
- ihre elektronischen Anmeldungen bei den zuständigen Zollbehörden einzureichen.
Die Handelskammern bleiben die wichtigsten Ansprechpartner, um die Unternehmen bei diesem Wandel zu begleiten und ihnen die notwendige Unterstützung zu bieten.
Ein schrittweiser und sicherer Übergang
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, müssen die erste Erfassung und der erste Export sowohl in digitaler Form als auch in Papierform bei der Schweizer Zollbehörde erfolgen. Dieses doppelte Verfahren dient als Ausweichlösung für den Fall, dass dies erforderlich sein sollte.